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Wer sind wir?
Wir sind Stefanie Mayet und Sören Wagner und leiten die Projektumsetzung „Makerhub“ am Gymnasium Osterbek. Seit 2021 entwickeln wir Unterrichts- und Projektformate, die digitale Werkzeuge, kreatives Arbeiten und pädagogische Konzepte verbinden.
Unser Ziel ist es, Lernräume zu schaffen, in denen Schüler:innen selbstständig forschen, gestalten und programmieren. Dafür planen, koordinieren und begleiten wir Maker-Angebote, Fortbildungen, Unterrichtskonzepte und Projektwochen von der Idee bis zur Umsetzung im Schulalltag.
Das Gymnasium Osterbek liegt im Nordosten Hamburgs im Stadtteil Bramfeld und wird von rund 600 Schüler:innen sowie etwa 65 Lehrkräften besucht. Die Schule legt großen Wert auf die persönliche Entfaltung ihrer Schüler:innen und fördert diese durch vielfältige Begegnungen, individuelle Unterstützung und internationale Erfahrungen. Fachliche, soziale und kommunikative Kompetenzen werden unter anderem durch bilinguales Lernen, projektorientiertes Arbeiten und gezielte Beratung weiterentwickelt. Eine respektvolle Gemeinschaft sowie eine inspirierende und gut ausgestattete Lernumgebung prägen das Schulleben.
Ein Gastbeitrag von Sören Wagner und Stefanie Mayet

Eine Projektwoche am Gymnasium Osterbek zu Robotik & nachhaltiger Energiegewinnung
Im Rahmen der Code Week Hamburg 2025 (13.–17. Oktober 2025) haben die Schüler:innen der 6. Klassen am Gymnasium Osterbek eine Woche voller kreativer, digitaler Projektarbeit erlebt. Ein Angebot, das auch für Schüler:innen anderer Schulen zugänglich gewesen ist – Thema der Projektwoche:
„Welche Aufgaben können Roboter als Helfer für nachhaltige Energiegewinnung übernehmen?“
Wir zeigen dir in unserem Konzept, wie Robotik, Nachhaltigkeit und selbstorganisiertes Lernen zu einem lebendigen, motivierenden Unterrichtsformat verschmelzen können.
MakerMomente – Von der Projektidee bis hin zur Planungszeit
Unsere Projektidee ist im Rahmen des Formats MakerMomente eingereicht worden und hat den Zuschlag erhalten. Dadurch ist der zeitliche Rahmen entstanden, die Idee als Projektwoche umzusetzen. So haben wir die Projektwoche planen und einen Lernraum schaffen können, in dem Schüler:innen mit digitalen Tools gearbeitet und kreative Lösungen entwickelten haben.

Die Struktur der Projektwoche – klar sowie flexibel
| Phase | Ziel / Methode |
| Montag – Einstieg & Recherche | Einstieg mit Videoimpuls, Recherche zu nachhaltiger Energie, erste Ideenfindung. |
| Dienstag – Technik kennenlernen | Einführung in Makey Makey, Scratch und EV3 über LearningView-Selbstlernkurse; erste Programmier- und Hardwareerfahrungen. |
| Mittwoch & Donnerstag – Projektarbeit | Gruppen entwickeln Nachhaltigkeitskonzepte: z. B. kleine Spiele, automatisierte Solarpanel-Ausrichtung, Energieerfassung oder Sensormessung. Arbeitsschritte werden durch unser Projekttagebuch strukturiert. |
| Freitag – Präsentation & Ehrung | Gallery Walk: Ergebnisse werden präsentiert. Projekte werden ausgezeichnet mit Pokalen und Badges in verschiedenen Seltenheitsstufen: von Teilnahme bis „Besondere Leistung“. |
Das Projekttagebuch – eine dezente Steuerung
Damit die Schüler:innen strukturiert arbeiten konnten, ohne eingeengt zu werden, haben wir ein Projekttagebuch entwickelt. Es beinhaltete u. a.:
- Regeln für Teamarbeit und Mediennutzung
- Recherche- und Programmieraufgaben
- Seiten zur Ideenfindung, Zieldefinition und Roadmapping
- Reflexion und Feedback am Tagesende
So blieb Raum für Kreativität und die Gruppen wussten stets, worauf sie sich konzentrieren sollten.
Selbstlernkurse über ein Lernmanagementsystem – Mehr Freiraum für das Kollegium
Damit nicht alle Kolleg:innen ständig technische Einführungen geben mussten, standen über einen LMS-Raum dauerhaft zum Abruf bereit:
- Scratch-Tutorials
- Einführungen zu EV3 und Makey Makey
- Materialien zur Projektplanung
So machten sich die Schüler:innen selbstständig mit den Grundlagen vertraut, während sich die Kolleg:innen auf die begleitende Unterstützung konzentrieren konnten.


Motivation durch Anerkennung – Pokale, Badges & öffentliche Sichtbarkeit
Am Ende der Woche wurden die Ergebnisse im Rahmen eines Gallery Walks in einem schulöffentlichen Rahmen präsentiert. Auch die Schulleitung (Herr Mérono, siehe Bild oben) testete die entstandenen Scratch-Spiele ausgiebig. Die besten Projekte wurden ausgezeichnet:
- Platz: Ein Reinigungs- und Sammelroboter aus Lego, der innovative Ansätze zur Müllbeseitigung demonstrierte.
- Platz: Ein Müllkehrroboter aus Lego, der auf kreative Weise die Herausforderungen der Abfallentsorgung anging.
- Platz (geteilt):
- Ein Müllsammelspiel, programmiert mit Scratch, das spielerisch das Bewusstsein für Umweltschutz schärfte.
- Eine Alarmanlage, entwickelt mit Makey Makey, die darauf hinwies, wenn Wasser vergessen wurde abzustellen.
Die vergebenen Badges waren mehr als nur Teilnahmebestätigungen: Sie schufen Motivation und Anerkennung (einen Beitrag zum Einsatz der digitalen Badges in der Projektwoche am Gymnasium Osterbek findest du hier im infoPortal). Diese öffentliche Wertschätzung stärkte das Bewusstsein für digitale Kompetenzen und nachhaltiges Problemlösen.


Fazit
Die Code Week 2025 hat uns gezeigt, dass (digitale) Projektarbeit wirkungsvoll umgesetzt werden kann. Projektorientiertes Lernen, kreative Maker-Ansätze und digitale Werkzeuge greifen nahtlos ineinander. Projekttagebuch und Selbstlernkurse fördern Orientierung und Sicherheit, während Gallery Walk und Badges Wertschätzung und Gemeinschaft stärken. Die Woche bestätigt uns: Digitale, nachhaltige und fächerverbindende Bildung kann gelingen.

In unserem “Schaufenster in Schule” stellen wir euch regelmäßig gelungene Beispiele der digitalen Schul- und Unterrichtsentwicklung aus Hamburger Schulen vor. Frei nach dem Motto: “Stöbern, Entdecken, Ausprobieren und Vernetzen!”, wollen wir euch dazu anregen, voneinander zu lernen und eure Schulen gemeinsam digital zu entwickeln.

